Wayne Gretzky

Aus Eishockeypedia

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wayne Gretzky
Geburtstag: 26.01.1961
Geburtsort: Brantford (Ontario/Kanada)
Nationalität: Kanada
Größe: 1,83 m
Gewicht: 84 kg
Position Center
Schußhand links
Gedrafted
Sportliche Erfolge siehe Artikel
Rückennummer 99
Karriere Edmonton Oilers, Los Angeles Kings, St. Louis Blues, New York Rangers

Wayne Douglas Gretzky ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler (* 26. Januar 1961 in Brantford, Ontario), der von 1979 bis 1999 für die Edmonton Oilers, Los Angeles Kings, St. Louis Blues und New York Rangers in der National Hockey League spielte. Seine erfolgreichste Zeit erlebte der Center bei den Edmonton Oilers, mit denen er vier Mal den Stanley Cup gewann. Gretzky stellte während seiner Laufbahn zahlreiche NHL-Rekorde auf, von denen viele noch heute Bestand haben. Er ist der beste Scorer in der Geschichte der Oilers und erzielte in 696 NHL-Spielen der Regular Season 1669 Scorerpunkte für das Team aus Edmonton. In der Saison 1981/82 erzielte er die Rekordzahl von 92 Toren in der regulären Saison, vier Jahre später brach er seinen eigenen Punkterekord und stellte mit 215 Scorerpunkten eine neue Rekordmarke auf. Er hält auch die Rekorde für die meisten Karrieretore (894) und zahlreiche Punkterekorde der NHL (2857 Punkte). Der Kanadier gilt als der beste Eishockeyspieler aller Zeiten, in Anlehnung wird er oftmals The Great One genannt. Im Februar 2000 wurde seine Trikotnummer 99 von der National Hockey League offiziell ligaweit gesperrt, diese Ehre wurde bisher keinem anderen Spieler zuteil. Im Jahr 1999 wurde er in die Hockey Hall of Fame aufgenommen.

Neben zahlreichen Ehrungen wie der Lady Byng Memorial Trophy, hat Gretzky auch mehrmals die Art Ross Trophy, Hart Memorial Trophy, Lester B. Pearson Award und weitere Auszeichnungen erhalten. Besonders während seiner Zeit bei den Edmonton Oilers stach Gretzky aus dem Team heraus und galt als sehr treffsicherer Angreifer, der ebenfalls mannschaftsdienlich agiert, was sich an der hohen Anzahl seiner Assists wiederspiegelt. Seine Stärken lagen in Powerplay-Situationen, Eins-zu-Eins sowie Unterzahl-Situationen.

Bereits während seiner Jugend fiel der Kanadier aufgrund seiner beinahe unglaublichen Leistungen auf. In der Saison 1977/78 spielte er für die Sault Ste. Marie Greyhounds in der OMJHL und erzielte in 63 Spielen der regulären Saison 182 Punkte. Im Juni 1978 unterschrieb er bei den Indianapolis Racers in der World Hockey Association und wurde nach acht Spielen zusammen mit Eddie Mio und Peter Driscoll zu den Edmonton Oilers transferiert, mit denen er in derselben Saison ebenfalls in der WHA spielte und danach in die NHL aufgenommen wurde. In der Saison 1979/80 spielte Gretzky erstmals in der NHL und schloss die Spielzeit punktgleich mit Marcel Dionne, der ebenfalls 137 Punkte erzielt hatte, als bester Scorer ab. Ein Jahr später verwies er Dionne mit deutlichen Vorsprung auf den zweiten Platz der Scorerliste und Gretzky liess sich 164 Punkte notieren. In der Saison 1981/82 bildete er mit Jari Kurri, Mark Messier, Glenn Anderson und Paul Coffey ein starkes Quintett und stellte mit seinen 92 Toren in der regulären Saison und 212 Scorerpunkten neue NHL-Rekorde auf.

Gretzky übertraf in 13 Saisons in Folge die 100 Punkte-Marke, vier Mal erreichte er sogar über 200 Scorerpunkte. Zur Saison 1983/84 übernahm er bei den Oilers das Amt des Mannschaftskapitäns und gewann mit der Mannschaft erstmals den Stanley Cup. 1985, 1987 und 1988 errang er mit den Oilers drei weitere Male den Stanley Cup. Im August 1988 wurde der Kanadier in einem umfangreichen Tauschgeschäft zu den Los Angeles Kings transferiert. Zusammen mit Mike Krushelnyski und Marty McSorley ging er nach Los Angeles, während Jimmy Carson, Martin Gelinas, drei Erstrunden-Draftpicks und 15 Millionen Dollar an die Oilers abgegeben wurden. Dieser Tauschhandel wird als "the biggest deal in NHL history" bezeichnet.

Auch in Los Angeles war Gretzky einer der unverzichtbaren Leistungsträger und schloss sieben von acht Saisons bei den Kings als bester Scorer des Teams ab. In der Saison 1988/89 erzielte er 168 Punkte während der regulären Saison, doch wurde er durch Mario Lemieux übertroffen, der 199 Punkte für die Pittsburgh Penguins erzielte. Gretzky schied mit den Los Angeles Kings drei Mal in Folge in der zweiten Runde aus den Playoffs aus. In der Saison 1990/91 wurde er bereits zum neunten Mal in seiner Karriere als bester Scorer mit der Art Ross Trophy ausgezeichnet, seine 163 Scorerpunkte erreichte er hauptsächlich durch seine 122 Assists. In der Saison 1992/93 war er weit abgeschlagen hinter Luc Robitaille zwar nur fünftbester Scorer der Kings, doch während den Playoffs drehte The Great One nochmals auf und sorgte für den bisherigen Höhepunkt des Teams. Nachdem in der ersten Runde die Calgary Flames in sechs Partien besiegt wurden, setzte er sich mit den Kings auch in den zwei darauffolgenden Runden gegen die Vancouver Canucks und Toronto Maple Leafs durch. Somit stand die Mannschaft erstmals in den Finalspielen um den Stanley Cup, bei denen das Team auf die Canadiens de Montréal traf. Nachdem die erste Partie mit einem 4:1-Sieg für die Kings endete, verlor das Team die drei folgenden Spiele in der Overtime und die Canadiens errangen durch einen weiteren Sieg in Spiel fünf schliesslich den Stanley Cup.

Ein Jahr später wurde Gretzky mit 130 Punkten nochmals Topscorer der NHL, doch die Qualifikation für die Playoffs wurde verfehlt. In der Saison 1994/95 konnten sich die Kings erneut nicht für die Endrunde qualifizieren. Als wiederum ein Jahr später derselbe Misserfolg drohte und Gretzky inzwischen an Torgefährlichkeit eingebüsst hatte, ging er im Februar 1996 zu den St. Louis Blues. Als Entschädigung erhielten die LA Kings Craig Johnson, Patrice Tardif, Roman Vopat und zwei Draftpicks von den Blues. Dort hielt es ihn allerdings nicht lange, nach dem Scheitern in den Playoffs in Runde zwei gegen die Detroit Red Wings wurde sein Vertrag in St. Louis nicht verlängert. Gretzky entschied sich im Juli 1996 für ein Engagement bei den New York Rangers und unterschrieb dort für drei Jahre. In seiner ersten Saison spielte er zusammen mit Mark Messier und Luc Robitaille, mit denen er zuvor in Edmonton bzw. Los Angeles erfolgreich agiert hatte. Zwar war Gretzky in den folgenden zwei Jahren weiterhin bester Scorer des Teams, doch er verfehlte die 100 Punkte-Marke. Auch die Spielzeit 1998/99 schloss The Great One als bester Scorer der Rangers ab, doch es gelangen ihm lediglich neun Tore, dafür aber 53 Assists.

Er war langjähriges Mitglied des Team Kanada und ging dabei bei der Weltmeisterschaft 1996 als Kapitän und der Olympia 1998 als Assistenzkapitän aufs Eis. 1984, 1987 und 1991 gewann er mit der Mannschaft den Canada Cup und wurde 1987 zum MVP des Canada Cup gewählt. Er gewann nie eine Weltmeisterschaft, doch beim Turnier 1996 erreichte er mit Kanada die Finalspiele und verlor die Partie gegen Tschechien.

Im April 1999 gab Gretzky sein Karriereende bekannt, im selben Jahr wurde er in die Hockey Hall of Fame und ein Jahr später in die IIHF Hall of Fame aufgenommen.

Während der Olympia 2002 und 2006 war er als General Manager des Team Kanada tätig. Zur Saison 2005/06 startete er seine Trainerlaufbahn bei den Phoenix Coyotes. Der Kanadier stand vier Jahre als Cheftrainer an der Bande, doch die Coyotes konnten sich während dieser Zeit nie für die Playoffs qualifizieren. Danach wurde er durch Dave Tippett abgelöst, der die Leitung des Teams übernahm.

Inhaltsverzeichnis

Auszeichnungen

Sportliche Erfolge

Spielerprofile


Weblinks





Teilen