Prof. Carl von Linde

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Prof. Carl von Linde
Geburtstag: 11. Juni 1842
Geburtsort: Berndorf (Deutschland)
Nationalität:
Aufnahme 1988
Verdienste Erfinder und Bauer der ersten Kunsteismaschine bei der Maschinenfabrik Augsburg (MAN)


Professor Carl von Linde wurde am 11. Juni 1842 in Berndorf (Deutschland) geboren (gestorben am 16. November 1934 in München) und ist seit 1988 ein ein Mitglied der Hall of Fame Deutschland. Professor Carl von Linde wurde für die Errungenschaft der Entwicklung der ersten Kunsteismaschine in Europa aufgenommen.

Erste funktionierende Kunsteisbahn Europas

Im Jahre 1871 entwickelte von Linde am Polytechnikum (Rudolf Diesel war einer seiner Lehrer) in seinem Aufsatz die Grundzüge des "Kältetechnikverfahrens", das auch noch heute im sog. "Linde-Verfahren" Anwendung findet. In der Maschinenfabrik Augsburg (heute MAN) wurde dann Ende der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts damit begonnen eine Kunsteisbahn zu erstellen. 1881 gelang das mit der Maschine mit der Typenbezeichnung "DRP 1250". Vorgestellt wurde die erste funktionierende Kunsteisbahn vom 20. Januar 1881 bis zum 01. November 1881 bei der Allgemeinen Deutschen Patent- und Musterausstellung in Frankfurt.

Die erste richtige betriebene Kunsteisbahn von Professor Carl von Linde entstand 1886 in Nürnberg die Hallen-Eisbahn an der Bayreuther Straße. Nachdem 1905 diese wieder geschlossen wurde, entstand 1936 in Nürnberg zu Ehren von Professor Carl von Linde das Linde-Stadion.

1892 entstanden in München und 1909 in Wien weitere Kunsteisbahnen von Professor Carl von Linde.

Anmerkung

Die weltweit erste mechanisch gekühlte Eisbahn entstand 1876 in Chelsea (England) von John Gamgee mit einer Kältetechnik von Amé Jules Pictet, konnte aber nicht für den Eissport verwendet werden, wie er auf Natureis gespielt wurde. Die kurz darauf eröffnete Eisfläche in Rusholme (Manchester) war zwar eine Verbesserung, aber ebenfalls kein vollwertiger Eisersatz. Nebelprobleme zwangen Gamgee letztendlich die Eisflächen wenig später wieder zu schließen. Aus diesem Grund wird Lindes Kunsteisbahtechnik als die erste funktionierende Kunsteisbahn Europas bezeichnet, weil sie die natürlichen Eisverhältnisse für den Eissport sehr gut abbilden konnte und in Grundzügen auch noch heute Bestand hat.





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