EHC Neuwied

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EHC Neuwied
Land
Stadt Neuwied
Liga Oberliga Nord
Gegründet 1979
Geschichte EHC TOM Neuwied

EHC Neuwied
(1979–2000)
SC Mittelrhein
(2000–2001)
SC Mittelrhein-Neuwied
(2001–2006)
VFE Neuwied
(2006–2007)
EHC Neuwied
(seit 2007)

Erfolge - Meister der 1. Liga 1997
- Meister der 1. Liga 1998
- Meister der Regionalliga Hessen 2001
Vereinsfarben
Stadion Icehouse Neuwied
Fassungsvermögen 1350
Spitzname Die Bären
Stammverein EHC "Die Bären" Neuwied e.V.
Besitzer -
Manager Carsten Billigman
Hauptsponsor Süwag Gruppe
Etat ?
Trainer Craig Streu
Kapitän Brian Gibbons
Spielzeiten
1990/91 |

1991/92 | 1992/93 | 1993/94 | 1994/95 | 1995/96 | 1996/97 | 1997/98 | 1998/99 | 1999/00 | 2000/01 | 2001/02 | 2002/03 | 2003/04 | 2004/05 | 2005/06 | 2006/07 | 2007/08 | 2008/09 | 2009/10 | 2010/11 | 2011/12 |


Der EHC Die Bären Neuwied ist ein Eishockeyverein, aus der rheinland-pfälzischen Stadt Neuwied. In der Saison 2012/13 tritt die Erste Mannschaft in der drittklassigen Oberliga West an. Seine Heimspiele trägt der EHC Neuwied im 1.350 Zuschauer fassenden „Icehouse“ aus, die Vereinsfarben sind blau, schwarz und weiß. Seit 1988 spielen sie unter dem Beinamen "Bären". Der "alte" EHC Neuwied spielte in seinen besten Zeiten in der 1. Liga Nord, der SC Mittelrhein-Neuwied in der Oberliga und der VFE Neuwied in der Regionalliga.

Inhaltsverzeichnis

Clubhistorie

Der „alte“ EHC Neuwied (1979-2000)

Die Anfänge als „Panther“ und „Wikinger“ (1979-1988)

Als das heutige Icehouse 1979 in Neuwied erbaut und eröffnet wurde, wurde im gleichen Jahr kurz vor Silvester der erste Eishockeyverein in Neuwied gegründet. Heißen sollte er „EHC TOM Neuwied“, wobei TOM für den Eishallenbauer stand. Im Spielbetrieb trat man als „EHC Neuwied Panther“ auf und konnte schon im kommenden Frühjahr an der Pokalrunde der Landesliga Rheinland-Pfalz teilnehmen. Da man dort mit dem dritten Tabellenplatz einen großen Erfolg feierte, nahm man in der Saison 1980/81 an der Regionalliga Süd/West teil. Dort verlor man allerdings sämtliche Spiele und stand am Ende mit null Punkten und deftigen 103 Gegentoren da. Gekränkt durch die sportlichen und finanziellen Verluste aus dieser Spielzeit, nahm man in den beiden Folgesaisons nicht am offiziellen Spielbetrieb teil, sondern hielt sich lediglich mit Freundschaftsspielen über Wasser.

In der Saison 1983/84 traute man sich erneut an die Regionalliga ran, doch was folgte, war eine noch schmerzhaftere Niederlagenserie und „stolze“ 233 Gegentoren in nur 14 Spielen. Und auch in der Spielzeit danach änderte sich am Status des Punktelieferant erst einmal nichts. Jedoch holte man immerhin den ersten Punkt mit einem Unentschieden gegen den EV Wiesbaden. Aus den vorherigen Spielzeiten gelernt, zog man sich in der Saison 1985/86 in die Landesliga zurück, in der durch erste Erfolge die Zuschauerzahlen merklich stiegen. Nachdem man sich 1986 nach der ersten Landesliga-Saison in ‘‘Wikinger‘‘ umbenannt hatte, stieg man in der Saison 1986/87 wieder in die Regionalliga Mitte auf. Doch wieder wurde die kommende Saison in der vierthöchsten deutschen Spielklasse zur Enttäuschung, da man wieder „Prügelknabe“ wurde mit knapp 10 Gegentoren pro Spiel.

Die Geburtsstunde der „Bären“ und erste Erfolge (1988-1994)

Man war unzufrieden mit der Situation in Neuwied. Sportliche Erfolge blieben Mangelware und dadurch war es schwer, Zuschauer für den Sport in der Stadt zu begeistern. Es bestand also Handlungsbedarf und so nannte man sich zur Landesligasaison 1988/89 in „Bären“ um. Zudem verpflichtete man das Traumduo Tim Hamrick und John Kuzara, der spätere Trainer der Bären Arno Lörsch gehörte ebenfalls zu den Leistungsträgern des Teams. (Er sollte die Bären 2009 als Trainer in die Regionalliga führen.) Mit diesem starken Kader stieg man auch prompt in die Regionalliga Mitte auf.

Entsprechen selbstbewusst und gestärkt ging man nun die neue Spielzeit in der Regionalliga an. Am Ende verpasste man zwar knapp die Qualifikation zur Oberliga, doch man sicherte sich den Klassenverbleib in der Qualifikation zur Regionalliga klar ohne einen einzigen Punkteverlust.

Das erste Logo der Bären von 1988-95

Die folgende Saison 1990/91 sollte noch erfolgreicher werden. Zu verdanken war das auch der wohl bis dahin stärksten Sturmreihe, die je bei den Bären gespielt hatte. Die US-Amerikaner Tim Hamrick und Brian Finnegan und der Deutsch-Pole Marek Gołąbek steuerten ganze 160 Tore zur Meisterschaft bei, die sie mit einem Punkt Vorsprung vor dem EHC Zweibrücken sicherten. Doch mehrere Hiobsbotschaften und der Weggang von Tim Hamrick waren vom restlichen Team nicht zu kompensieren und so scheiterte man in der Qualifikation zur Oberliga unter anderem an starken Teams wie der Herforder EG oder dem Hamburger SV.

Die Folgesaison 1991/92 war geprägt durch den Zweikampf der Bären und der Löwen aus Frankfurt. Ganze 2300 Zuschauer kamen im Spiel der beiden Teams in die Eishalle zu Neuwied und inoffiziell waren es wohl weitaus mehr. Das Spiel endete mit 9:7 für den ESC, welcher am Ende auch deutlich die Nase vorne haben sollte vor den Bären. Mit dem zweiten Platz sicherte man sich erneute die Teilnahme an der Qualifikation zur Oberliga. Jedoch scheiterte man sehr knapp in zwei Qualifikationsspielen gegen den 1. Hennefer EC Bonn mit einem 7:7 und einer 4:8-Niederlage. In dieser Saison stellte Chad Hanson auch noch einen Rekord auf, er markierte nämlich 76 Tore in 32 Spielen (->EHC Neuwied/Rekorde). So viele Tore erzielte bis heute noch nie ein Spieler in einer einzigen Saison.

Durch das zweimalige Verpassen des Aufstiegs in die Oberliga, wechselte man die Devise und baute auf die „Russische Eishockeyschule“. Man verstärkte sich mit 15 neuen Spielern, darunter Top-Spieler wie der ukrainische Nationalspieler Andrej Ovtchinnikov oder der Russe Oleg Moudrov. Mit Trainer Bernd Arnold hinter der Bande startete man in der Regionalliga Nord, in der durch eine Reform viele Ex-Bundesligisten spielten. Man erreichte mit dem sechsten Tabellenplatz in der Hauptrunde zum dritten Mal in Folge die Qualifikation zur Oberliga Nord. Dort schaffte man im entscheidenden Match gegen den Berliner Schlittschuhclub mit einem 5:4 den bis dahin größten Erfolg im Neuwieder Eishockey; den Aufstieg in die Oberliga!

Man hatte das Ziel erreicht, doch jetzt musste die erste Saison in der Drittklassigkeit geplant werden. Mit gezielten Verstärkungen erreichte man einen soliden Mittelfeldplatz und schaffte in der Qualifikationsrunde souverän den Klassenerhalt.

Die glorreichen Zeiten in der 1. Liga (1994-2000)

Durch die groß angelegte Reform des deutschen Eishockeyligasystems, konnte man in der Saison 1994/95 in der zweitklassigen 1. Liga Nord an den Start gehen. Man verstärkte man sich punktuell und sah sich gut gerüstet für die neue Spielzeit. Und die Saison verlief auch durchaus positiv, denn man sicherte sich mit einem achten Tabellenplatz vorzeitig den Klassenerhalt. Zwar verpasste man knapp den Einzug in die Playoffs, aber trotzdem war man froh, dass die Saison so gut verlief.

In Neuwied jedoch hatte man nun mehr vor, man wollte in der kommenden Saison 1995/96 weiter nach vorne. Dafür mussten erst einmal angemessene Voraussetzungen geschaffen werden; das Stadion wurde teilweise umgebaut, darunter der Kabinentrakt und man begann an einer Hallenvergrößerung zu planen. Sportlich kehrte man zum nordamerikanischen System zurück. Duane Dennis und Dean Fedorchuk kamen aus Kanada und entwickelten sich schnell zu Publikumslieblingen. Zudem wurde der 43-fache Nationalspieler Mario Naster, der schon gegen Größen wie Mario Lemieux gespielt hatte, verpflichtet und Ex-DEL-Spieler wie Ralf Dobrzynski oder Marco Heinrichs. Der wohl wichtigste neue Spieler war der Goalie Mariusz Cissewski, der sich als „Hexer“ in die Geschichte des Neuwieder Eishockey eintrug. Nach der Hauptrunde wurde man überraschend Dritter und schockte so manchen Favoriten. Allerdings schaffte die Mannschaft es nicht, sich in der Meisterrunde eine gute Voraussetzung für die Playoffs gegen die Süd-Vereine zu schaffen. Dort traf man auf die starken Tölzer Löwen, gegen die man in zwei Spielen klar verlor.

Zur Saison 1996/97 verstärkte man sich weiter mit vielen jungen, aber auch erfahrenen Spielern. Eine starke Mannschaft wurde Erster in der Hauptrunde, genauso wie auch in der folgenden Meisterrunde. In den Meisterschafts-Playoffs schaltete man auf dem Weg ins Finale den ETC Crimmitschau, den EHC Freiburg und den Heilbronner EC aus und so stand man im Finale gegen den TSV Erding. Gegen die Jets gewann man das Hinspiel überraschend deutlich mit 11:3 und trat so selbstbewusst die Reise nach Oberbayern an. Mit einem 4:2-Sieg machte man alles klar und erreichte das Unvorstellbare; man wurde Deutscher Meister! Doch damit nicht genug, denn man gewann zudem noch den DEB-Ligenpokal, den Vorläufer des heutigen DEB-Pokals. Im Finale in Iserlohn gewann man das zweite Spiel mit 4:2 und wurde bei der Siegerehrung von Roosters-Fans durchgehend ausgepfiffen, eine neue Fanfeindschaft war geboren. Durch den Einzug ins Finale um die Deutsche Meisterschaft, hatte man sich das Recht erspielt, gegen die Ratinger Löwen um den Aufstieg in die DEL. Doch es war eine Mammutaufgabe. Man verlor beide Spiele und verblieb in der 1. Liga Nord. Jedoch störte das niemanden, da die DEL wohl finanziell ohnehin nicht tragbar gewesen wäre.

Das Logo der Bären von 1995-99

Für die Saison 1997/98 ging man noch mal auf Einkaufstour und wurde mit einem etwas stärkerem Kader wie in der Vorsaison erneut Erster in der Hauptrunde der Nordliga. In der Meisterrunde wurde man, auch durch die frühere Verzahnung mit der Hacker-Pschorr-Liga, nur Vierte, sicherte sich aber dennoch das Heimrecht in den kommenden Playoffs. Hier traf man mit dem Grefrather EV und dem ES Weißwasser auf vermeintlich schwächere Gegner, und oft wurde dem EHC vorgeworfen, nur Meister geworden zu sein, weil Bad Nauheim ihnen die guten Teams aus dem Weg geräumt hatte. Gegen die Roten Teufel gewann man das erste Spiel zu Hause mit 5:2 und fuhr mit breiter Brust und knapp 1000 Zuschauern im Rücken in die Kurstadt und feierte dort nach einem 6:5-Sieg im Penaltyschiessen die zweite Deutsche Meisterschaft in Folge!

Auch in der folgenden Saison in der erstmalig eingleisigen Bundesliga wollten die Bären eine gute Rolle spielen. Dafür sollten auch Neuzugänge wie der lettische Nationalspieler Girts Ankipans sorgen. Doch die Saison entwickelte sich überhaupt nicht nach den Vorstellungen des Vereins, sie wurde zur Katastrophensaison. Unstimmigkeiten im Team und mit den Fans, Probleme mit der lokalen Presse, alles ging schief in dieser Spielzeit. Gipfeln sollte es im Rücktritt von Präsident Weidemann und der Suspendierung von Sylvain Beauchamp. Am Ende der Hauptrunde musste man als Tabellenzwölfter den Gang in die Abstiegsrunde machen. In dieser machte man den Klassenerhalt mit einem hauchdünnen Vorsprung vor dem ETC Crimmitschau perfekt.

Die Vorsaison war nicht zufriedenstellend und so kam es, dass man aufrüstete und zu Beginn der neuen 2. Bundesliga-Saison den wohl stärksten Kader zusammen hatte, den man je in Neuwied spielen sah. Insgesamt 15 Neuzugänge waren es dann und man hatte eine fast reine Profimannschaft. Die Freude über die Erfolge des Teams in der Hauptrunde fand ein jähes Ende, als der Vorstand Ende November verkündete, dass sich der EHC Neuwied in Zahlungsschwierigkeiten befand, man meldete Konkurs an. Und so kam es, wie es kommen musste, trotz aller Proteste und Fanaktionen, bestätigte der Insolvenzverwalter am 5. Januar 2000 den Konkurs des EHC Neuwied. Das Ende des Eishockeys in Neuwied?

SC Mittelrhein-Neuwied (2000-2006)

Das Logo des SC Mittelrhein

Neuanfang mit dem SC Mittelrhein (2000-2001)

Keine zwei Wochen nach dem offiziellen Ende des EHC Neuwied, wurde mit dem SC Mittelrhein ein neuer Eishockeyverein gegründet. Nachdem dem SCM vom DEB der Start in der Oberliga untersagt wurde, musste man in die Regionalliga. Da in der Regionalliga Rheinland-Pfalz neben Neuwied nur vier Teams spielten, nahm man zudem als Gastmannschaft ohne sportliche Ambitionen an der Regionalliga NRW teil. Dort wurde man Vierter und als Erster in Rheinland-Pfalz durfte man an der „Endrunde der Regionalligen im Norden“ teilnehmen und dort gewann man jedes Spiel glatt und stieg damit in die Oberliga auf!


Die Oberligazeiten des SCM und erneutes Aus (2001-2006)

Nach nur einem Jahr im Amateurbereich, war man in der Saison 2001/02 wieder im Profigeschäft dabei. Damit man in der Oberliga mithalten konnte, wurde der Kader runderneuert mit vielen Neuzugängen. Doch die Saison verlief nicht nach den Vorstellungen von Vorstand und Verein und so wurde nach knapp der Hälfte der Spielzeit Fabian Dahlem als neuer Trainer verpflichtet. Danach folgte eine Siegesserie und man schaffte doch noch den Einzug in die Playoffs. Dort schied man allerdings im Viertelfinale gegen den ESV Kaufbeuren mit 2:3 aus.

In der Saison 2002/03 ging man in der Oberliga Süd/Ost an den Start und dort verlief die Saison besser als gedacht und schloss die Hauptrunde mit einem starken Vierten Tabellenplatz ab. Damit ging es in die Meisterrunde gegen die Teams der eigentlich stärker eingeschätzten Oberliga Süd/West. Doch davon war nichts zu spüren und die Bären verpassten sogar knapp den Vierten Rang, der das Heimrecht in den Playoffs bedeutet hätte. So ging es zuerst nach Dresden und verlor die Serie mit 1:2.

Das Logo nach der Umbenennung in SC Mittlrhein-Neuwied

Der Beginn der neuen Saison 2003/04 hätte besser laufen können; man konnte den Wunschtrainer des Vorstands nicht verpflichten, spielte in einer Liga, in der es nur lange Anfahrten gab und zudem verabschiedeten sich 3 junge Kanadier (Brandon Janes, Jeff Attard, Tyson Mulock) frühzeitig aus Heimweh. Dennoch erreichte man im „Endspiel“ gegen die Stuttgart Wizards mit einem 5:2-Sieg die Meisterrunde. Diese verlief jedoch nicht gut, denn man erreichte mit einem Neunten Platz nicht die Playoffs. Doch das Sportliche geriet in dieser Saison erstmals etwas in den Hintergrund. Denn wie der Verein bekannt gab, sollte es keine Zuschüsse vom Land für den Erwerb der Halle geben. Damit stand das Neuwieder Eishockey wieder am Abgrund. Doch da Gespräche mit Land und Stadt gut verliefen, konnte man auch in der Saison 2004/05 in der Oberliga starten.

Und man verstärkte sich ordentlich, mit Justin Davis und vor allem Tyson Mulock entpuppten sich als absolute Glücksgriffe. Man durfte diesmal auch in der Nordrunde mitspielen und holte dort einen guten Vierten Rang. In der Meisterrunde konnte man sich noch steigern und erspielte sich den Zweiten Tabellenplatz und traf somit im Playoff-Viertelfinale auf die Blue Lions Leipzig, schied aber dort in der Best-of-five-Serie mit 1:3. Das Eishallenthema überschattete aber leider wieder ein wenig die sportlichen Erfolge. Man pendelte zwischen Schlagzeilen wie „Eishockey in Neuwied gesichert“ und „Eishockey in Neuwied vor dem Aus“. Eine endgültige Entscheidung wurde allerdings nicht getroffen und so war Oberliga-Eishockey in Neuwied auch 2005/06 gesichert.

Unter dem neuen Trainer Alexej Sulak wurde der Etat deutlich gekürzt und man hatte einen schwächeren Kader wie im Vorjahr. Dass dadurch kein vorderer Tabellenplatz herausspringen konnte, war klar, jedoch schlug man sich mit dem Achten Tabellenplatz achtbar. Die Meisterrunde wurde unter den besten zehn Teams der Hauptrunde ausgespielt und der SCM erreichte einen enttäuschenden letzten Platz. Doch die Gründe waren wohl ausstehende Gehaltszahlungen an die Mannschaft. Und dann, am 12. Juni 2006, stellte der Verein einen Insolvenzantrag. Damit war das Eishockey in Neuwied mal wieder an einem seiner Tiefpunkte.

VFE Neuwied (2006-2007)

Das Logo des VFE Neuwied

Kurz nach dem Ende des SCM, wurde bekannt, dass der vorher ausschließlich als Förderverein tätig gewesene „Verein zur Förderung der Eishockeyjugend“, kurz VFE, den Spielbetrieb der Nachwuchsmannschaften übernimmt. Das 1b-Team des SCM stellte im Kern die neue Seniorenmannschaft des VFE. Hinzu kamen Jens Hergt und Stephan Petry aus der Oberliga und ein paar neue Spieler. Starten sollte man in der Regionalliga Hessen, in der man in der Hauptrunde Vierter wurde und in der Relegation Zweiter. Damit sicherte man sich den Erhalt in der Regionalliga Hessen.

Der „neue“ EHC Neuwied (seit 2007)

Schon gegen Ende der Saison 2006/07 wurde der EHC „Die Bären“ Neuwied gegründet. Pläne über die Gründung einer GmbH wurden schnell wieder über den Haufen geworfen. Aus sportlichen Gründen startete man nicht wie mit dem VFE in Hessen, sondern in Nordrhein-Westfalen, dort in der sechstklassigen Landesliga NRW. In der Hauptrunde wurde schnell klar, dass der sich das Team kaum ernsthafter Konkurrenz zu stellen hatte. Nach dem souveränen ersten Platz, spielte man mit den aus der Verbandsliga kommenden Teams um den Aufstieg. Hier war nur der Grefrather EC auf dem Niveau der Bären, jedoch konnten sich diese gegen die Nierspanther behaupten und zogen damit ins Finale um den Verbandsligapokal gegen den Herforder EV. Diesen gewann man nach einer 5:6-Niederlage in Herford und einem 4:2-Sieg nach Penaltyschiessen. Besonders war dabei, dass über 1000 Zuschauer ins Icehouse pilgerten, in dieser Spielklasse wahrscheinlich einzigartig.

Nach dem Aufstieg in der Vorsaison hatte man erneut große Ziele in Neuwied, da sich die Gegner nicht groß änderten im Vergleich zur Vorsaison. Nach der Hauptrunde war man wieder Erster geworden und in der anschließenden Regionalliga-Aufstiegsrunde stieg man mit einem fünften Platz in die Regionalliga West auf (-> Hauptartikel EHC Neuwied 2008/09).

Man kehrte also wieder in den semiprofessionellen Bereich zurück. Für dieses „Abenteuer Regionalliga“ verstärkte man sich eigentlich ausreichend. Doch durch Verletzungspech und Unstimmigkeiten wurde die Hauptrunde zu einem Desaster. Nach dem vorletzten Platz, spielte man in der anschließenden Pokalrunde um den Klassenverbleib und schaffte ihn mit einem zweiten Platz (-> Hauptartikel EHC Neuwied 2009/10).

Mit Eishockeyurgestein Jens Hergt hinter der Bande sollte die zweite Regionalliga-Saison deutlich erfolgreicher werden und durch die Reform in der Oberliga sollte dies auch möglich sein, denn die Liga war lang nicht mehr so stark wie in der Vorsaison. Doch was folgte, war eine noch enttäuschendere Saison. Erst in den Play-Downs sicherte man sich gegen die Amateure des Iserlohner EC den Klassenerhalt (-> Hauptartikel EHC Neuwied 2010/11).

Zur Saison 2011/12 holte man Bernd Arnold und mit ihm einige Spieler des EHC Troisdorf. Man erreichte nach dem zweiten Platz in der Hauptrunde der Regionalliga West in der Aufstiegsrunde zur Oberliga West den dritten Tabellenplatz hinter den Preussen Krefeld und den ESC Moskitos Essen. Damit stieg der EHC Neuwied zum dritten Mal nach 1993 und 2001 in die Oberliga auf. Außerdem gewann das Team nach 2008 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Rheinland-Pfalz-Pokal, nachdem man im Halbfinale die Mainzer Wölfe zweimal klar schlug und sich im Finale auch gegen den EHC Zweibrücken durchsetzen konnte (-> Hauptartikel EHC Neuwied 2011/12).

Aktuelle Saison 2012/13

In der Spielzeit 2012/13 tritt der EHC Neuwied in der drittklassigen Oberliga West an, nachdem man in der Vorsaison zum dritten Mal nach 1993 und 2001 in die Oberliga aufstieg.

Aktueller Kader

# NAT Position Name Geburtsdatum Geburtsort Letzter Verein
36 Torhüter Marvin Haedelt 18.02.1995 Oberhausen EV Duisburg
30 Torhüter Björn Linda 30.04.1989 Oberhausen EHC Neuwied
33 Torhüter Maximilian Gastel 09.05.1995 Neuwied EHC Troisdorf
60 Torhüter Felix Köllejan FL 05.06.1996 Köln Kölner Haie
32 Verteidiger Marius Erk 23.08.1996 Bad Soden Füchse Duisburg
17 Verteidiger Jens Hergt 19.03.1994 -- EHC Neuwied
21 Verteidiger Dominik Ochmann 09.11.1992 München EHC Neuwied
61 Verteidiger Goran Pantic FL 18.10.1994 Bad Nauheim EC Bad Nauheim
6 Verteidiger Dennis Wengrzik FL 29.09.1996 Mannheim Jungadler Mannheim
-- Verteidiger Garret Pruden FL 17.12.1998 Bau Nauheim EC Bad Nauheim
44 Verteidiger Dennis Schlicht 23.08.1991 Gießen EHC Neuwied
40 Verteidiger Thomas Ziolkowski 31.03.1989 Köln Löwen Frankfurt
3 Stürmer Stephan Fröhlich 21.02.1993 Kaufbeuren Füchse Duisburg
7 Stürmer Brian Gibbons 15.10.1988 Temple Hills, MD EHC Neuwied
25 Stürmer Felix Köbele 30.05.1991 Weiden EHC Neuwied
20 Stürmer Dominik Lascheit FL 10.01.1995 Eutin Füchse Duisburg
19 Stürmer Artur Tegkaev 10.06.1990 Vladikavkaz, RUS EHC Neuwied
67 Stürmer Maximilian Wasser 12.07.1996 Mannheim EHC Neuwied
23 Stürmer Josh Myers 26.04.1990 Colorado Springs, CO EHC Neuwied
47 Stürmer Deion Müller FL 14.11.1995 Wiesbaden EC Bad Nauheim
12 Stürmer Josh Rabbani 30.04.1988 Woodland Hills, CA EHC Neuwied
89 Stürmer Sven Schlicht 23.08.1991 Gießen EHC Neuwied
50 Stürmer Dimitry Butasch FL 15.04.1996 Berlin Jungadler Mannheim
68 Stürmer Maurice Keil FL 15.10.1996 Weimar Jungadler Mannheim
78 Stürmer Maximilian Spöttel FL 11.09.1995 Bad Nauheim EC Bad Nauheim
96 Stürmer Moritz Schug 01.12.1996 Starnberg EHC Neuwied

Spiele

Vorbereitungsspiele

Datum Uhrzeit Heimteam Auswärtsteam Ergebnis Details
09.09.2012 18:15 Uhr Kölner EC Amateure EHC Neuwied 2:9 (0:6/1:1/1:2) Spiel
14.09.2012 20:00 Uhr Löwen Frankfurt 1b EHC Neuwied 0:4 (0:1/0:1/0:2) Spiel
16.09.2012 18:00 Uhr EHC Neuwied Kölner EC Amateure 6:2 (2:1/1:1/3:0) Spiel
21.09.2012 19:30 Uhr EHC Neuwied Hammer Eisbären 2:10 (1:3/0:5/1:2) Spiel
23.09.2012 18:30 Uhr Hammer Eisbären EHC Neuwied 9:2 (2:0/2:1/5:1) Spiel

Vorrunde

Spieltag Datum Uhrzeit Heimteam Auswärtsteam Ergebnis Details
1 28.09.2012 19:30 Uhr Löwen Frankfurt EHC Neuwied x:x Spiel
2 30.09.2012 19:00 Uhr EHC Neuwied Ratinger Ice Aliens x:x Spiel
3 05.10.2012 20:00 Uhr EHC Neuwied EHC Dortmund x:x Spiel
4 07.10.2012 19:00 Uhr EHC Neuwied EC Bad Nauheim x:x Spiel
5 12.10.2012 20:00 Uhr Moskitos Essen EHC Neuwied x:x Spiel
6 14.10.2012 19:00 Uhr EHC Neuwied Königsborner JEC x:x Spiel
7 19.10.2012 21:00 Uhr Herforder EV EHC Neuwied x:x Spiel
8 21.10.2012 19:00 Uhr EHC Neuwied EV Duisburg x:x Spiel
9 26.10.2012 19:30 Uhr Kassel Huskies EHC Neuwied x:x Spiel
10 28.10.2012 19:00 Uhr EHC Neuwied Hammer Eisbären x:x Spiel
11 02.11.2012 20:00 Uhr EHC Neuwied Löwen Frankfurt x:x Spiel
12 04.11.2012 18:00 Uhr Ratinger Ice Aliens EHC Neuwied x:x Spiel
13 16.11.2012 20:00 Uhr EHC Dortmund EHC Neuwied x:x Spiel
14 18.11.2012 18:30 Uhr EC Bad Nauheim EHC Neuwied x:x Spiel
15 25.11.2012 19:00 Uhr EHC Neuwied Krefelder EV x:x Spiel
16 02.12.2012 18:30 Uhr Königsborner JEC EHC Neuwied x:x Spiel
17 09.12.2012 19:00 Uhr EHC Neuwied Herforder EV x:x Spiel
18 16.12.2012 19:00 Uhr EHC Neuwied Kassel Huskies x:x Spiel
19 21.12.2012 19:30 Uhr EV Duisburg EHC Neuwied x:x Spiel
20 23.12.2012 19:00 Uhr EHC Neuwied Moskitos Essen x:x Spiel
21 26.12.2012 19:30 Uhr Krefelder EV EHC Neuwied x:x Spiel
22 30.12.2012 18:30 Uhr Hammer Eisbären EHC Neuwied x:x Spiel

Wissenswertes

Vergangene Mannschaften

Meistermannschaft der 1. Liga 1996/97

Position Name
Tor: Mariusz Cissewski, Fabian Dahlem, Andreas Rübin
Verteidigung: Juri Stumpf, Sergejs Čudinovs, Christian Seeberger, Ladislav Strompf, Andreas Halfmann, Tero Aaltonen, Marco Heinrichs
Sturm: Dean Fedorchuk, Philip Huber, Jędrzej Kasperczyk, Branislav Heisig, Petri Kujala, Peter Kraus, Peter Juchem, Mario Naster (C), Jens Hergt, Jari Multanen, Ralf Dobrzynski, Franz-Xaver Ibelherr, Daniel Del Monte
Trainer: Ľubomír Pokovič

(C) = Mannschaftskapitän

Meistermannschaft der 1. Liga 1997/98

Position Name
Tor: Mariusz Cissewski, Marc Gronau
Verteidigung: Juri Stumpf, Jukka Ollila, Ladislav Strompf, Andreas Halfmann, Marco Heinrichs, Christian Seeberger, Niko Tittus, Mike Muller, Matz Nilsson, John Noob
Sturm: Dean Fedorchuk, Philip Huber, Sylvain Beauchamp, Peter Juchem, Mario Naster (C), Markus Oijennus, Ralf Dobrzynski, Daniel Walther, Jens Hergt, Jim Hoffmann, Brian Hannon
Trainer: Ľubomír Pokovič

(C) = Mannschaftskapitän

Trainer seit 1990

Trainer
EHC Neuwied
1990–1991 Antonin Vesecky
1991–1992 Bernd Arnold
1992–1993 Fred Holger
1993–1994 Alexander Wolkow
1994–1995 Eugen Niesporek
1995–1999 Ľubomír Pokovič
1999–2000 Petteri Lehmussaari
SC Mittelrhein-Neuwied
1999–2001 Rudolf Macko
2001–2003 Fabian Dahlem
2003–2005 Fred Carroll
2005–2006 Alexej Šulák
VFE Neuwied
2006–2007 Arno Lörsch
EHC Neuwied
2007–2009 Arno Lörsch
2009–2010 Markus Fischer
2010–2011 Jens Hergt
2011 Bernd Arnold
Seit 2015 Craig Streu

In der Saison 1990/91 war der Tscheche Antnonin Vesecky Trainer des EHC Neuwied. Zur Saison 1991/92 übernahm dann Bernd Arnold das Regionalligateam, welches er zusätzlich auch als Spieler unterstützte. Nach dieser Saison wurde er jedoch Sportlicher Leiter der Bären und Fred Holger wurde als neuer Coach verpflichtet. Nachdem Holger in der Saison 1992/93 zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Oberliga aufstieg, verließ er die Bären und der Russe Alexander Wolkow wurde der neue "Bärenbändiger". Für die neuegegründete 1. Liga Nord wurde dann allerdings 1994 Eugen Niesporek verpflichtet, der die Bären ein Jahr trainierte. Der 34-jährige Slowake Ľubomír Pokovič wurde daraufhin verpflichtet und wurde mit den Bären zweimal hintereinander, 1997 und 1998, Meister der 1. Liga und zudem 1997 Sieger des DEB-Ligapokals. Nach der enttäuschenden Saison 1998/99, wurde mit Petteri Lehmussaari ein neuer Coach verpflichtet, der sich als "harter Hund" einen Namen in der Deichstadt machte. Nach der Insolvenz verließ er die Bären jedoch.

Aktuell der Trainer des EHC; Bernd Arnold

Zum Neustart in der Regionalliga 2000/01 wurde der Slowake Rudolf Macko verpflichtet, der mit den Bären den sofortigen Aufstieg zurück ins Profitum schaffte. Die darauf folgende Saison verlief aber nicht nach den Vorstellungen des Vereins und der Kontrakt mit Macko wurde aufgelöst. Die freigewordene Trainerposition übernahm der ehemalige Ersatztorwart beim EHC Fabian Dahlem, der die Bären in der Saison 2001/02 noch überraschend in die Playoffs führte. Auch in der Folgesaison erreichte er dieses Ziel, verließ die Bären danach allerdings, um bei den Ingolstadt Panthern als Assistenzcoach zu arbeiten. Nachdem dann in der Sommerpause die Verpflichtung von Wunschtrainer Czeslaw Panek scheiterte, wurde der Kanadier Frad Carroll verpflichtet, der die Bären zwei Saisons lang trainierte und sie in der Saison 2004/05 in die Playoffs führte. In der letzten Saison des SC Mittelrhein-Neuwied stand Alexej Šulák hinter der Bande.

Nach dem Konkurs übernahm der Trainer der zweiten Mannschaft des SCM den Trainerposten beim VFE, Arno Lörsch. Und auch beim neugegründeten EHC Neuwied war er weiterhin Trainer und führte die Mannschaft in die Regionalliga. Doch in der ersten Regionalliga-Saison 2009/10 wurde der Druck nach nicht erbrachten Leistungen seines Teams zu groß (siehe EHC Neuwied 2009/10) und er trat zurück und Markus Fischer übernahm als Interimscoach bis zum Saisonende. Im Rahmen des Abschiedsspieles für das Neuwieder Eishockeyurgestein Jens Hergt wurde verkündet, dass dieser in der kommenden Saison das Traineramt übernimmt. Nachdem diese Saison aber wieder nicht erfreulich verlief, wurde Bernd Arnold erneut Trainer. Er brachte vom EHC Troisdorf gekommen, insgesamt sieben Leistungsträger mit und stieg in der Saison 2011/12 mit den Bären zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte, nach 1993 und 2001 in die Oberliga auf.

Mannschaftkapitäne seit 1993

Mannschaftskapitäne
EHC Neuwied
1993-1994 Werner Kühn
1994–1995 Jürgen Trattner
1995–1999 Mario Naster
1999–2000 Ladislav Strompf
SC Mittelrhein-Neuwied
2000–2003 Mario Naster
2003–2004 Ladislav Strompf
2004–2006 Jens Hergt
VFE Neuwied
2006–2007 Jens Hergt
EHC Neuwied
2007–2009 Jens Hergt
2009–2010 Tim Grundl
2010-2011 Robin Lehmann
2011 Andreas Halfmann
set 2011 Stephan Petry

Zur 1993/94 wurde Werner Kühn vom Kölner EC verpflichtet. Mit seiner Erfahrung von mehr als 10 Spielzeiten in der 1. Bundeliga und vier gewonnenen Meisterschaften, wurde er prompt Kapitän des Teams. Nachdem er die Bären allerdings nach einer Saison verließ, holten diese erneut einen ehemaligen Bundesliga-Spieler, nämlich Jürgen Trattner. Als einer der Top-Scorer führte er die Bären eine Saison lang als Kapitän an.

Für die Saison 1995/96 wurde Mario Naster als neuer Kapitän verpflichtet. Bis 1999 hatte er dieses Amt inne, er führte die Bären 1997 und 1998 zu den zwei Deutschen Meisterschaften, sowie zum DEB-Ligenpokal. Nach der enttäuschenden Saison 1998/99, gab der neue Trainer Petteri Lehmussaari eine neue Marschroute vor und setzte unter anderem Ladislav Strompf als neuen Kapitän ein. Bis zur Insolvenz blieb er in diesem Amt.

Aktuell der Kapitän der Bären; Stephan Petry

Mario Naster war einer der wenigen Spieler, die den Bären treu blieben und auch nach dem Konkurs in Neuwied spielten. Es lag auf der Hand, ihn dann auch zum Kapitän zu machen, der die neuen Bären wieder zurück zum Erfolg bringen sollte. Er schaffte mit dem SCM den Aufstieg in die Oberliga und blieb bis zu seinem Karriereende Kapitän. In der Saison 2003/04 machte der neue Trainer Fred Carroll Rückkehrer Ladislav Strompf zum Kapitän. Allerdings blieb er das nur eine Saison lang, danach übernahm den Job das Neuwieder Eishockey-Urgestein Jens Hergt. Dieser sollte das Amt bis zum erneuten Konkurs inne haben.

Auch nach der Gründung des VFE Neuwied, sowie nach der des "neuen" EHC, hatte Hergt das C auf der Brust aufgenäht. Mit ihm stieg der EHC Neuwied von der Landesliga, der sechsten Liga, in die vierte Liga, die Regionalliga, auf. Nach Hergt's Karriereende nach der Saison 2009/10, wurde Tim Grundl neuer Kapitän, allerdings nur für eine Saison. Unter dem neuen Trainer Jens Hergt wurde in der Folgesaison der Deutsch-Kanadier Robin Lehmann Kapitän. Doch nach Unstimmigkeiten mit dem Trainer, verließ Lehmann die Bären jedoch im Februar 2011 und Andreas Halfmann übernahm als "Interimskapitän" bis Saisonende. Als zur neuen Saison 2011/12 Bernd Arnold als neuer Trainer geholt wurde, setzte dieser Stephan Petry als neuen Kapitän ein.

Rekorde

Hauptartikel → EHC Neuwied/Rekorde

Rekordspieler
Platz Spieler Spiele
1. Jens Hergt 716
2. Andreas Halfmann 479
3. Mario Naster 366
4. Ralf Stärk 336
5. Ladislav Strompf 324
Top-Scorer
Platz Spieler Punkte (T/A)
1. Jens Hergt 419 (179/240)
2. Ralf Stärk 351 (151/200)
3. Mario Naster 341 (120/221)
4. Dean Fedorchuk 328 (166/162)
5. Stephan Petry 326 (175/151)
Top-Torschützen
Platz Spieler Tore
1. Jens Hergt 179
2. Stephan Petry 175
3. Dean Fedorchuk 166
4. Ralf Stärk 151
5. Jaroslav Majer 138
Top-Vorlagengeber
Platz Spieler Vorlagen
1. Jens Hergt 240
2. Mario Naster 221
3. Ralf Stärk 200
4. Ladislav Strompf 188
5. Dean Fedorchuk 162
Strafminuten
Platz Spieler Minuten
1. Stephan Petry 787
2. Ole Kopitz 434
3. Daniel Walther 429
4. Andreas Halfmann 400
5. Marco Heinrichs 324

orange hinterlegte Spieler sind noch für den EHC Neuwied aktiv (alle Statistiken befinden sich auf dem Stand zum Ende der Saison 2011/12)

Maskottchen

Bärti, der Bär.

Vereinskultur

Spielstätte

Das Icehouse Neuwied

Hauptartikel → Icehouse Neuwied

Die Heimspielstätte des EHC Neuwied ist das Icehouse Neuwied. Es wurde 1979 erbaut mit einem Fassungsvermögen von 1650 Zuschauer. 1998 wurde das Stadion komplett renoviert mit einem neuen Stadion-Bistro, einem neuen VIP-Bereich und einer neuen Tribüne mit Steh- und Sitzplätzen. Die Kapazität wurde auf 2300 angehoben.

In den Jahren 2003-2006 gab es immer wieder Diskussionen um den Erhalt der Eishalle. Im Zuge dessen meldete der SC Mittelrhein-Neuwied im Jahr 2006 Insolvenz an.

Jedoch stimmte Juli 2007 der Eigentümer der Eishalle, Uwe Weidemann, einer erneuten Sanierung zu und es wurde unter anderem ein neues Dach gebaut und das Bistro modernisiert. Seitdem besteht auch komplettes Rauchverbot im Icehouse und die Kapazität wurde aus sicherheitstechnischen Gründen auf 1350 Zuschauer reduziert.

Fans

Neuwieder Fans vor dem Spiel gegen Herne

Die Fans des EHC Neuwied sind gerade seit ihren Zweitligazeiten für ihre gute Stimmung bekannt. Damals waren bei manchen Spielen wohl mehr als 3000 Zuschauer in der Halle, offiziell wurden allerdings nie so viele angegeben. Aber auch schon zu Regionalligazeiten kamen annähernd so viele Fans, wie zum Beispiel 1991 beim Spiel gegen den ESC Frankfurt, das 2300 Zuschauer sahen.

Beim SCM flachten nach gutem Start (in der Aufstiegsrunde zur Oberliga 2001 hatte man einen Schnitt von 1200 Zuschauern) die Zuschauerzahlen etwas ab und so füllte sich das Icehouse erst wieder richtig, als der "neue" EHC Neuwied gegründet wurde. Die Spiele gegen Grefrath oder Herford im Frühjahr 2008 verfolgten über 1000 Zuschauer. Am meisten Zuschauer hatte allerdings das Spiel gegen die Amateure des EV Duisburg im Dezember 2008, bei dem 1142 Zuschauer ins Icehouse pilgerten.

Außerdem bekannt sind die Bärenfans für ihre Reisefreudigkeit. In Deutschland mögen das Reisen wohl nur die Fans der Hannover Indians mehr. Sonderzüge gab es unter anderem nach Garmisch-Partenkirchen zum SC Riessersee 1999, zu den Wild Lions aus Amberg 2002, zum EHC München 2003 oder zum ESV Bergisch Gladbach 2008. Fanschiffe wurden bisher zweimal veranstaltet. Im Oktober 2004 ging es nach Oberhausen zu den Revierlöwen und ein Jahr darauf zu den Ratinger Ice Aliens. Nur ein Sonderflug gab es bisher nicht; was die EHC-Fans wohl zu den der Hannover Indians in Sachen Fanreisen unterscheidet.

Rivalitäten und Freundschaften

Die größten Rivalitäten bestehen seit den 90er zu den Fans des EHC Trier und der Iserlohn Roosters. Erstere entstand wohl alleine durch die umkämpfte "Vormachtstellung" in Rheinland-Pfalz. Die Feindschaft zu den Roosters resultiert aus dem DEB-Ligapokal-Finale 1997, als das siegreiche Team der Bären von den Iserlohner Fans bei der Siegerehrung gnadenlos ausgepfiffen wurde. Da schon lange keine Begegnungen gegeneinander stattfanden (außer Spiele gegen die 1b von Iserlohn), kann man die Rivalitäten wohl als "inaktiv" bezeichnen. Jedoch gibt es immernoch zahlreiche Fangesänge gegen die genannten Vereine. Eine etwas harmlosere Rivalität ist die mit den Roten Teufel Bad Nauheim, die man wohl eher als eine "Hassliebe" bezeichnen kann, als eine echte Rivalität. In der Saison 2011/12 entstand zudem eine Feindschaft mit den Anhängern des Herner EV, die unter anderem aus einem Spiel resultiert, in dem insgesamt 240 Strafminuten verteilt wurden.

Neben all den Rivalitäten unterhalten die Fans des EHC Neuwied natürlich auch Freundschaften zu manchen Eishockeyclubs deutschlandweit. Die stärkste ist wohl die mit den Lausitzer Füchsen, die schon in den 90er entstand. Bei einem Gastspiel der Füchse in Neuwied zu Oberligazeiten des SCM, genauer gesagt in der Saison 2003/04, rollte sogar ein Sambazug der sächsischen Eishockeyfans aus dem weit entfernten Weißwasser ein und man veranstaltete zusammen eine Demo vom Bahnhof in Neuwied bis zum Icehouse für den Erhalt des Eishockeystandorts Neuwied. Außerdem gibt es Fanfreundschaften zu Vereinen aus dem Ruhrgebiet, wie dem EV Duisburg, den Ratinger Ice Aliens oder den Moskitos Essen. Nach Ratingen wurde 2005 sogar ein Sonderschiff veranstaltet.

Zuschauerentwicklung

Saison Zuschauerschnitt
1999/00 1200
2000/01 685
2001/02 871
2002/03 912
2003/04 889
2004/05 807
2005/06 778
2007/08 650
2008/09 729
2009/10 577
2010/11 458
2011/12 664

Fanseiten

Fanclubs

  • EFC "Die Galgenvögel"
  • Diketowners
  • Pro Eishockey Neuwied e.V.
  • EFC Eissplitter Neuwied 97
  • die Blaue Linie
  • Rasselbande
  • Powerbären
  • Guardian of Tradition
  • Echo Neuwied
  • Die Bärenstarken

Weblinks





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